Bildarchiv Holzborn

Klaus D. Holzborn

Klaus D. Holzborn wurde im Jahr 1946 in Essen geboren. Seine Jugend verbrachte er in der Nähe der Bahnstrecke und entdeckte dadurch schon früh sein Interesse für die Eisenbahn.

Schon als Schuljunge tauchte er alle paar Tage in der Bundesbahn-Direktion Essen auf, um zu fragen, ob es etwas Neues gibt.

Ebenfalls in diesem Alter begann er mit dem Fotografieren von Dampflokomotiven. Direkt zu Beginn dokumentierte er seine Aufnahmen und verwaltete diese in einzelnen Pergamintüten. Außen notierte er eindeutige Bezeichnungen wie Baureihe, Loknummer, Aufnahmedatum, Aufnahmeort, Bildnummer sowie die Aufnahmeperspektive. Dieses Vorgehen führte er über die Jahre fort.

Mit 15 Jahren gründete er den „PFIFF-Klub Gambrinus“ für junge Eisenbahnfreunde, eine Idee der Bundesbahn, bei dem junge Eisenbahnfreunde ihr Hobby teilen konnten. Der Klub vernetzte sich schnell mit anderen Klubs in Deutschland und sogar im Ausland.

1962 lernte er den bereits damals schon berühmten Eisenbahn-Fotografen Carl Bellingrodt kennen, der ihm viele Tricks und Tipps vermittelte.

Im Alter von 17 Jahren schrieb er sein erstes eigenes Buch mit vielen eigenen Bildern: „Unsere Lokomotiven“.

Klaus D. Holzborn 1968

Holzborn (Bild von 1968) fotografierte alle Lokarten, wie Dampfloks, Dieselloks, Elloks und Triebwagen in Deutschland und baute sich sukzessive ein beeindruckendes Bildarchiv auf. Er legte schon von Beginn an Wert auf eine hochwertige Ausrüstung und hat dies bis heute beibehalten.

In den folgenden Jahren wurde sein Hobby immer bedeutsamer und führte dazu, dass er nebenberuflich für alle namhaften Eisenbahn-Magazine als freier Journalist tätig war und teilweise noch ist.

Dabei veröffentlicht er als Autor und Fotograf für die Zeitschriften Eisenbahn Magazin, Märklin Magazin, Eisenbahn-Kurier und Eisenbahn Journal. In den 80er und 90er Jahren gibt es praktisch keine Ausgabe ohne ein Bild oder einen Artikel aus seinem Archiv.

Von 1977 bis 1981 war er Herausgeber und Chefredakteur der Eisenbahn-Revue, die im Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden, erschien. 1982 verlegte er im eigenen Verlag das Magazin Modellbahnen.
Parallel schrieb Holzborn 12 Eisenbahnbücher, wie Bahnbetriebswerke in Deutschland, Baureihe 78, Kleine Typenkunde deutscher Triebfahrzeuge oder Lokschilder Report.

Für seine Publikationen nutzt Holzborn überwiegend eigene Fotos. Zu Beginn verwendete er Schwarz-Weiß-Negative, bald darauf Farbnegative und später Farbdias der unterschiedlichsten Formate. Heute fotografiert er ausschließlich digital.

Klaus D. Holzborn 2009

Holzborn lebt heute in Braunlage. Das Bild zeigt ihn im Jahr 2009 auf der Dampflok 99 2324 in der Mollistraße.

Lokomotiv Bildarchiv Holzborn

1964 gründete Holzborn das Lokomotiv Bildarchiv Holzborn und dieses setzt den Gedanken des deutschen Lokomotivbild Archivs (weitere Informationen zum DLA hier) von Hermann Maey, Werner Hubert und Carl Bellingrodt fort. Das Lokomotiv Bildarchiv Holzborn beginnt praktisch da, wo die vorgenannten Fotografen altersbedingt aufgehört hatten zu fotografieren. Es schließt sich also nahtlos an. So befinden sich im Bellingrodt-Archiv beispielsweise kaum Fahrzeuge mit neuer DB- oder DR-Nummer, selbst von den DR-Umbau-, -Reko- und Neubaulokomotiven gibt es wenig Aufnahmen (u.a. Bilder, die Klaus D. Holzborn ihm damals zur Verfügung gestellt hat).

Das Lokomotiv Bildarchiv Holzborn umfasst zur Zeit ca. 250.000 Bilder, die in digitaler Form vorliegen. Darüber hinaus werden sukzessive weitere historische Negative (6×6, 6×9 und Kleinbild), Dias (6×6, 6×9, 4,6×6 und Kleinbild), Ansichtskarten und Fotos professionell digitalisiert. Im Archiv sind Bilder von den Eisenbahnfotografen Manfred van Kampen und Klaus D. Holzborn enthalten.

Die Aufnahmen beginnen mit Dampflokomotiven und wurden später um Dieselloks sowie Elloks der Epoche III (1949 bis 1970) erweitert. Dabei liegt der Fokus auf Fahrzeugen der Deutschen Bundesbahn (DB) ergänzt um Lokomotiven und Triebwagen der Deutschen Reichsbahn (DR). Darüber hinaus sind im Archiv auch nahezu alle Baureihen der Epoche IV (1965 bis 1990) und Epoche V (seit 1990 und bis heute) enthalten.

Seit dem Jahr 2005 werden Aufnahmen direkt mit aktuellen Digitalkameras aufgenommen und liegen dadurch digital vor.

Aufgenommen wurden und werden vorrangig Loks in Deutschland, es sind jedoch u. a. auch Bilder aus Österreich, Polen, Ungarn, der Schweiz sowie den USA enthalten. Manfred van Kampen war in Epoche III schon überregional in Deutschland aktiv. Der Schwerpunkt der frühen Aufnahmen von Klaus D. Holzborn lag auf dem Ruhrgebiet, jedoch sind ab ca. 1960 nahezu alle Orte Deutschlands (Nord-, Ost-, Mittel-, West- und Süddeutschland) enthalten.

Alle digitalen Bilder sind „sprechend“ benannt, d.h. sie enthalten die Baureihe, die Loknummer, die Perspektive, den Ort, das Aufnahmedatum und den Fotografen. So sind Analysen nach Suchbegriffen schnell und komfortabel möglich.